
Wichtig zu verstehen: Es gibt keine feste Liste „zugelassener" Indikationen wie bei anderen Medikamenten. Der Arzt entscheidet individuell. Dennoch gibt es etablierte Anwendungsbereiche, die von Fachgesellschaften wie der Deutschen Schmerzgesellschaft oder AWMF-Leitlinien gestützt werden.
| Darreichungsform | Vorteile | Nachteile | Besonderheiten |
| Cannabisblüten (zum Verdampfen) | Schneller Wirkungseintritt (Minuten); individuelle Dosierung möglich; breite Sortenvielfalt | Inhalationsrisiko; Geruch; komplexere Handhabung; Verdampfer nötig | Verschreibungspflichtig; häufigste Verordnungsform in Deutschland |
Cannabisextrakt / Öl-Tropfen
| Gute Dosierbarkeit; diskreter; kein Geruch; oral einfach einnehmbar | Langsamerer Wirkungseintritt (30–90 Min.); höhere Kosten möglich
| Erhältlich als THC-, CBD- oder kombinierte Extrakte; standardisierter Gehalt
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| Kapseln / Tabletten | Sehr genaue Dosierung; diskret; praktisch für unterwegs | Wirkungseintritt langsam; First-Pass-Metabolismus reduziert Bioverfügbarkeit
| Dronabinol-Kapseln (Marinol®) sind zugelassen; orale Einnahme
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| Oromukosales Spray (z.B. Sativex®) | Schnellerer Eintritt als oral; gute Kontrolle; zugelassen für MS-Spastik | Teuer; nur für eine Indikation zugelassen; Geschmack | Einziges vollständig für eine Indikation zugelassenes Kombinationspräparat (THC/CBD) |


