Cannabis verdampfen vs. rauchen: Macht’s einen Unterschied?

Die klare Antwort: Ja.

Grundsätzlich können Cannabisblüten auf zwei Weisen inhaliert werden: Rauchen oder Verdampfen. Bei beiden Methoden werden Cannabinoide über die Atemwege aufgenommen. Die entscheidende Frage ist allerdings, was genau mit dem Pflanzenmaterial passiert, bevor das THC und CBD in die Lunge gelangen.

Ein genauer Blick auf die Prozesse dahinter und der Vergleich zwischen Joint und Cannabis-Vaporizer, Rauch und Dampf, Technik und Flamme lohnt sich daher für jeden, der sein Cannabis weiterhin inhalieren möchte.

Cannabis rauchen oder verdampfen – was passiert dabei?

Kurz gesagt: Beim Rauchen wird Cannabis verbrannt. Beim Verdampfen wird es kontrolliert erhitzt.

Das klingt zunächst nach einem kleinen Unterschied, ist chemisch betrachtet aber ein grundlegender. Denn die Verbrennung ist nicht einfach eine besonders heiße Form der Erhitzung.

Zündet man sich einen Joint, eine Pfeife oder Bong an, setzt dies etliche chemische Reaktionen in Gang. Die gewünschten Inhaltsstoffe werden unkontrolliert freigesetzt, unerwünschte Stoffe entstehen und werden mit eingeatmet.

Beim Rauchen trifft eine offene Flamme bzw. Glut auf das Pflanzenmaterial. Dabei entstehen sehr hohe Temperaturen von 300°C bis mehr als 900°C – weit über dem Bereich, in dem ein Vaporizer arbeitet. Die Cannabisblüte wird nicht nur erhitzt, sondern zu Asche verbrannt. Dabei entstehen zahlreiche Stoffe wie Kohlenmonoxid und andere Verbrennungsprodukte.
Ein Cannabis-Vaporizer erhitzt die getrockneten Blüten in der Füllkammer nur so weit, dass die Cannabinoide THC und CBD sowie verschiedene aromatische Terpene gelöst werden.

Statt die Blüten zu verbrennen, werden sie im Verdampfer auf definierte Temperaturen von etwa 170°C bis 230°C erhitzt. In diesem Temperaturbereich können THC, CBD und verschiedenste Terpene gezielt aus der Blüte freigesetzt und in Form von heruntergekühltem Dampf inhaliert werden – ohne Verbrennungsreaktionen, ohne Rauch.

Joint vs. Cannabis-Vaporizer: Die wichtigsten Unterschiede im Überblick

 Joint Cannabis-Vaporizer 
Prinzip Verbrennung des PflanzenmaterialsKontrollierte Erhitzung ohne Verbrennung
Temperatur 300°C–900°C, nicht steuerbar Je nach Modell 40°C–230°C, gezielt einstellbar 
Ergebnis RauchAerosol/Dampf 
Verbrennungsprodukte Entstehen durch die Verbrennung und werden inhaliert Entfallen, wenn keine Verbrennung stattfindet 
Cannabinoide & Terpene Werden durch unkontrollierbare, hohe Temperaturen ungleichmäßig freigesetzt und teilweise zerstört.  Können durch kontrollierte Erhitzung gezielt angesteuert und gelöst werden. 
Aroma Durch Rauch und Verbrennung beeinträchtigt Lässt sich durch die Temperatur individuell anpassen
Kontrolle Flamme und Zugverhalten bestimmen den Verbrennungsprozess Temperatureinstellungen und Heizsystem bestimmen den Erhitzungsprozess 
VENTY

Warum die Temperatur so entscheidend ist

Ein Joint kennt nur eine Einstellung: an. Ein Vaporizer kann deutlich mehr.

Was flapsig klingt, beschreibt den technischen Unterschied ziemlich gut. Denn beim Rauchen lässt sich die Temperatur der Verbrennung nicht präzise steuern – beim Verdampfen dagegen schon.

Das ist relevant, weil Cannabisblüten eine Vielzahl unterschiedlicher Inhaltsstoffe mit unterschiedlichen Siedepunkten enthalten. Auch die Cannabinoide THC und CBD werden durch Wärme freigesetzt. Die Temperatur beeinflusst unmittelbar, welche Inhaltsstoffe in welcher Menge im Aerosol enthalten sind.

Eine kontrollierte Erhitzung mit dem Cannabis-Vaporizer ermöglicht also eine gezieltere Ansteuerung der Wirkstoffe und eine reproduzierbarere Anwendung – ein Aspekt, der besonders relevant für die medizinische Nutzung ist.
Wichtig
  • Gut zu wissen:
  • Terpene tragen wesentlich zum charakteristischen Duft- und Geschmacksprofil verschiedener Cannabissorten bei.

Auch der Geschmack profitiert von präziser Kontrolle über die Temperatur

Beim Rauchen werden die Terpene in der Cannabisblüte der extremen Hitze einer Verbrennung ausgesetzt. Dabei können die empfindlichen aromatischen Verbindungen verändert oder zerstört und hitzebeständigere unkontrolliert gleichzeitig freigesetzt werden, sodass die feinen Aromen einzelner Cannabissorten nicht zur Geltung kommen.
Beim Cannabis-Vaporizer lässt sich die Temperatur für jede Session anpassen – und damit auch das individuelle Aromaerlebnis ganz gezielt beeinflussen. Ein Verdampfer ersetzt das Prinzip „Feuer frei“ durch ein ausgeklügelte Heizsystem, gepaart mit gradgenauen Einstellungen für unterschiedliche Vorlieben in Sachen Wirkung und Aroma.

Warum die Qualität eines Vaporizers eine Rolle spielt

Nicht jeder Vaporizer arbeitet gleich gut. Ein technisch ausgereiftes Heizsystem, eine präzise Temperatursteuerung, hochwertige Materialien und eine durchdachte Luftführung zur Kühlung des Dampfes beeinflussen, wie sicher, effizient, geschmackvoll und reproduzierbar Cannabisblüten verdampft werden können.

Der deutsche Hersteller STORZ & BICKEL beschäftigt sich seit mehr als 25 Jahren mit der Entwicklung von Vaporizern als rauchfreie Alternative für Cannabis-Patienten und Freizeitkonsumenten.
Bei der Entwicklung seiner Geräte setzt STORZ & BICKEL vor allem auf:
  • Patentierte, duale Heiztechnologie mit Konvektion und Konduktion
  • Präzise Temperatursteuerung zwischen 40°C und 230°C
  • Durchdachte Luftführungs- und Kühlsysteme
  • Geprüfte Materialien in medizinischer Qualität

Je nach Einsatzbereich gibt es portable und stationäre Vaporizer.

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VOLCANO HY

Was sagt die Forschung zu Cannabis verdampfen vs. rauchen?

Dass die Art der Erhitzung einen erheblichen Unterschied macht, ist nicht nur eine Frage des persönlichen Geschmacks, sondern auch messbar.

In einer Studie von Hazekamp et al. wurde untersucht, wie sich mit einem S&B VOLCANO eine kontrollierte und reproduzierbare Abgabe von THC erreichen lässt. Die Forschenden zeigten, dass sich die THC-Abgabe mit dem S&B VOLCANO unter anderem über den Parameter Temperatur tatsächlich aktiv beeinflussen lässt.

Ein Jahr später verglichen Abrams und Kollegen in einer klinischen Pilotstudie das Rauchen mit der Verdampfung von Cannabis – ebenfalls mithilfe eines S&B VOLCANO. Dafür betrachteten sie unter anderem die THC-Konzentration im Blut sowie die Kohlenmonoxidwerte. Während die THC-Konzentrationen vergleichbar waren, fiel die Kohlenmonoxid-Belastung beim Rauchen deutlich höher aus.

Auch mögliche Auswirkungen auf die Atemwege wurden untersucht. Earleywine und Barnwell werteten 2007 Daten einer großen Internet-Stichprobe aus. Dabei war die Nutzung eines Vaporizers mit weniger selbstberichteten Atemwegssymptomen verbunden – auch unter Berücksichtigung von Faktoren wie Zigarettenkonsum und konsumierter Cannabismenge.
HINWEIS
  • Hinweis:
  • Bei Earleywine und Barnwell handelte es sich um eine Beobachtungsstudie, die einen Zusammenhang zeigt, aber keinen kausalen Beweis liefert.

Auf einen Blick: 5 Vorteile eines STORZ & BICKEL Vaporizers für Cannabis


Mehr Kontrolle:
Die Temperatur eines Vaporizers lässt sich gezielt einstellen. Statt die Hitze einer offenen Flamme zu überlassen, lässt sich jede Session individuell gestalten und die Wirkung von TCH und CBD aktiv beeinflussen.

Weniger Nebenprodukte:
Verdampfen ist nicht risikofrei, vermeidet aber bei korrekter Anwendung die Verbrennung und die damit verbundenen Verbrennungsprodukte.
Terpene und Aroma

Terpene und Aroma erhalten:
Die kontrollierte Erhitzung kann dazu beitragen, Aroma und Terpenprofil verschiedener Cannabissorten differenzierter wahrzunehmen. Gerade wer Sorten wegen ihres individuellen Duft- und Geschmacksprofils schätzt, kann vom Dampfen profitieren.

Kein typischer Rauchgeruch:
Beim Verdampfen entsteht kein Rauch, sondern ein feines Aerosol. Dadurch unterscheidet sich auch das Geruchserlebnis deutlich von einer Verbrennung. Der Dampf eines Cannabis-Vaporizers verflüchtigt sich zudem schneller als Rauch.

Weniger Belastung für Mitmenschen:
Beim Verdampfen entsteht kein Rauch, sodass die typischen Rauchbestandteile nicht an die Umgebung und Mitmenschen abgegeben werden. Das kann die Nutzung eines Vaporizers im Vergleich zum Rauchen für das Umfeld angenehmer machen.

Fazit: Cannabis verdampfen oder rauchen?

Es gibt viele Unterschiede zwischen dem Verdampfen und dem Rauchen von Cannabis – und Befürworter beider Methoden haben ihre Gründe und Überzeugungen für ihre jeweiligen Vorlieben. Am Ende liegen die größten Unterschiede vor allem darin, wie THC und CBD aus den Blüten gelöst werden und was neben den gewünschten Inhaltsstoffen noch inhaliert wird.

Hierbei dreht sich alles um die Frage: Verbrennen oder erhitzen. Denn hierin liegt die Entscheidung zwischen Joint und Cannabis-Vaporizer, die die Möglichkeiten der Konsumenten, den gesamten Prozess zu steuern beeinflusst – von der Temperatur über das Aroma bis hin zu dem, was bei der Anwendung tatsächlich eigeatmet wird.

Wer seine Cannabisblüten also weiterhin inhalieren, aber nicht verbrennen möchte, findet in einem Vaporizer eine rauchfreie Alternative mit deutlich mehr Kontrolle über Wirkung, Geschmack und Nebenprodukte.
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